3DOrder
Ersatzteile im 3D-Druck nachfertigen lassen
Nicht mehr lieferbare Kunststoffteile lassen sich häufig rekonstruieren und im 3D-Druck neu fertigen. 3DOrder prüft Bauteile anhand eines Originals, einer bemaßten Zeichnung, geeigneter Fotos oder vorhandener 3D-Daten. Entscheidend sind Funktion, Einbausituation und Belastung – nicht nur eine ähnliche Außenform.
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Welche Ersatzteile eignen sich?
Typische Projekte sind Halterungen, Abdeckungen, Knöpfe, Clips, Gehäuseteile, Führungen, Abstandhalter und andere nicht mehr verfügbare Kunststoffkomponenten. Auch eine konstruktive Verbesserung kann sinnvoll sein, wenn das ursprüngliche Teil an einer bekannten Schwachstelle gebrochen ist.
Vor der Zusage prüfen wir Einbauraum, Befestigung, Gegenstücke, Temperatur und Belastung. Sicherheitskritische, elektrische, druckführende, tragende, medizinische, Fahrzeug- oder Lebensmittelanwendungen benötigen eine gesonderte Bewertung und werden nicht allein aufgrund eines Musters freigegeben.
Original, Zeichnung, Foto oder CAD-Datei
Ein unbeschädigtes Original ist die beste Grundlage für Vermessung und Passungsprüfung. Bei einem gebrochenen Teil helfen alle Bruchstücke, Fotos im eingebauten Zustand und Angaben zur ursprünglichen Funktion. Eine bemaßte Skizze sollte besonders Bohrungen, Aufnahmen und Anschlussflächen eindeutig zeigen.
Vorhandene STL-, 3MF- oder STEP-Daten beschleunigen die Prüfung. Fehlen digitale Daten, kann ein druckgerechtes Modell erstellt werden. Der Umfang der Modellierung und die Übergabe von Quelldaten werden vor Beginn im Angebot festgelegt.
Vom Aufmaß zum Freigabeteil
Nach der technischen Klärung wird das Bauteil modelliert oder eine vorhandene Datei geprüft. Bei passungsrelevanten Teilen ist häufig ein einzelnes Freigabeteil sinnvoll. Erst nach der praktischen Prüfung folgen weitere Exemplare oder eine Kleinserie.
Material, Druckrichtung, Wandstärke und Verbindungspunkte werden zum Einsatzzweck gewählt. Eine verbindliche Eignungs-, Toleranz- oder Festigkeitszusage gilt nur, wenn sie ausdrücklich Bestandteil des Angebots ist.
Was wir für ein Angebot brauchen
- Fotos des vollständigen Teils und der Bruchstelle
- Maße und funktionskritische Anschlussstellen
- Beschreibung von Einsatz, Bewegung und Belastung
- Gewünschte Stückzahl und benötigter Termin
- Vorhandene STL-, 3MF-, STEP- oder CAD-Dateien
Häufige Fragen
Kann ein gebrochenes Teil ohne CAD-Datei nachgebaut werden?
Oft ja. Benötigt werden möglichst alle Bruchstücke, mehrere scharfe Fotos, Referenzmaße und Informationen zur Funktion. Ob die Daten ausreichen, wird vor einem Angebot geprüft.
Wird das Ersatzteil exakt wie das Original?
Geometrie und Passung können gezielt rekonstruiert werden. Werkstoff, Herstellungsverfahren und Bauteileigenschaften können jedoch vom Original abweichen; deshalb werden relevante Anforderungen vorab geklärt.
Kann zuerst nur ein Muster gefertigt werden?
Ja. Bei Passungen oder unbekannten Belastungen ist ein Freigabeteil häufig der sinnvollste erste Schritt.